Gastbeitrag

Ein Sandbox-Programmdes BMFspeziellfür TaxTech Start-Upskann neue seriöseLösungenschaffen, die Millionnen Steuerzahlerneinenwesentlichen Mehrwert bringen können

9. April 2026

Die Technik ist dem Stand der Regularien jetzt schon schon Meilenweit voraus. Durch KI wird diese Kluft in sehr kurzer Zeit noch viel größer werden. Der regulatorische Rahmen ist gerade in Österreich weit gefasst – neben den Steuergesetzen natürlich spielen auch verschiedene kammerpolitische und berufsgruppenspezifische Interessen eine wesentliche Rolle.

Ein Sandbox-Programm (so wie es das seit 2020 für FinTechs bereits gibt – „FMA‑Sandbox“) des BMF kann genau diese nötigen Rahmenbedingungen schaffen, um TaxTech‑Modelle unter Aufsicht, Begleitung und Zusammenarbeit seriös voranzutreiben. Ziel dabei muss immer sein, dass die am Markt angebotenen Lösungen für die Steuerzahler, insbesondere für nichtselbständig Erwerbstätige und neben/hauptberufliche EPU´s, einen Mehrwert bringen und eine End‑2‑End Lösung bieten können, um so den immer komplexer werdenden steuerlichen Rahmenbedingungen entgegen zu wirken.

Es kann von der breiten Masse der Bevölkerung nicht verlangt werden, dass sie ohne Unterstützung & Beratung komplexe Steuersachverhalte von verschiedenen Einkunftsarten einschätzen oder beurteilen können und diese dann in eine Steuererklärung aufnehmen. Gerade hier können TaxTech‑Modelle in einem entsprechenden Rahmen dazu beitragen, der breiten Masse aber die Möglichkeit zu geben, ihre jährliche Steuererklärung selbst und zuverlässig erledigen zu können.

Es sollte in einer freien Marktwirtschaft auch nicht der Fall sein, dass der Staat, sprich das BMF, künftig weiterhin die Steueragenden der Bürger übernimmt in der Form der seit einigen Jahren geltenden sog. antragslosen Arbeitnehmerveranlagung. Dadurch geht in Österreich auch der Wert einer kommerziellen und gewerblichen Dienstleistung verloren und eine „Kostenlos‑Mentalität“ macht sich breit. Das Werben mit dem Begriff „Kostenlos“ von pflichtbeitragsfinanzierten Kammern für diverse Services oder vom BMF für z. B. Finanz‑Online, Bundesschatz oder der ID Austria sollte hinterfragt werden, da es Wachstum und Wertschöpfung entgegensteht. Vielmehr sollte hier in voller Transparenz die vollen Kosten für die Entwicklung und den laufenden Betrieb offengelegt werden, da hierfür Steuergeld eingesetzt wird.

Ich denke, durch die FMA‑Sandbox für FinTechs gibt es bereits ein bestehendes Konzept, in das man TaxTech erfolgreich einbinden kann.

 

 

Dominik Sprenger

Co-Founder & Geschäftsführer

relax-tax FlexCo

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